Beauty-Knigge: Was geht im Büro? – was geht nicht?

Der erste Eindruck zählt. Dies ist im Alltag ebenso wie beim Speed-Dating oder auch auf der Arbeit. Wer beim Bewerbungsgespräch nicht umgehend eine gute Figur macht, dem wird vermutlich keine Anstellung zuteil. Und natürlich soll ein gelungener Auftritt auch auf Dauer gefestigt werden. Bestens beraten sind diejenigen, die sich an die Beauty-Knigge halten, dies gilt besonders für Personen, die im Büro arbeiten.

Warum dresseigentlich Dresscode

Kleidung und Kultur haben sich über Jahrtausende entwickelt. Zumindest die letzten Jahrzehnte waren aber zumindest in der Führungsetage grundsätzlich vom selben Kleidungsstil geprägt. Dezent und elegant geht es im Anzug zu, zumindest wenn man die Männerwelt betrachtet. Doch woran liegt das eigentlich? Die Business-Kleidung geht auf Uniformen zurück. Durch den Anzug soll der Mensch hinter der Kleidung „entwertet“ werden – die Sache, in diesem Fall das Unternehmen, das derjenige repräsentiert, wird vorangestellt.

Heutzutage bedeutet dies für Männer in Anzügen die Farben Anthrazit und Dunkelblau. Schuhe sind meistens schwarz, natürlich geschnürt. Frauen tragen Absätze, aber bitte nicht höher als fünf Zentimeter. Im Gegensatz zum Mann darf sich die Frau etwas bunter gestalten, wenn Farbvielfalt auch auf leichte Akzentuierungen begrenzt bleibt. In diesem Test können erfolgreiche Business-Frauen ihr Stilbewusstsein unter Beweis stellen.

Es gilt was der Chef sagt

Weiter unten der Führungsriege geht es etwas lockerer zu, obgleich auch hier zum Teil strengere Kleiderverordnungen vorherrschen. Grundsätzlich gilt: Was der Chef vorgibt, das wird getragen – auch im Sommer.

Sind es einmal knapp 30 Grad Celsius im Büro, kann dies schnell zur Tortur werden. Angestellte sollten sich daran halten, niemals edler als der Chef gekleidet zu sein, es aber auch niemals viel „lockerer“ anzugehen als der Vorgesetzte.

Macht der Chef keine Vorgaben, so sollte man einen Blick auf die Corporate Identity des Unternehmens werfen. In der Bank ist Seriosität angesagt, wer in einem kreativen Filmstudio arbeitet, sollte dies ebenfalls widerspiegeln.

Führungskräfte selbst sollten aber etwas Einfühlungsvermögen in ihre Mitarbeiter zeigen. Auch die Deutsche Knigge Gesellschaft hatte aufgrund der hohen Temperaturen in den Sommermonaten der vergangenen Jahre ein Ansehen und lockerte die Etikette. Frauen dürfen beispielsweise ohne Strumpfhose zur Arbeit, wenn es zu heiß ist. Männer lassen Krawatte und Jackett im Schrank hängen, aber eben nur, wenn dies auch der Chef erlaubt.

Wer nicht gerade Chef einer riesigen Aktiengesellschaft ist, der muss es auch nicht so eng mit der Kleiderordnung sehen. Doch sollte nicht vergessen werden, dass die Kleidung auch das Image eines Unternehmens bestimmt. Mitarbeiter sind demnach Image-Träger. So sollte man zum Beispiel bei einheitlicher Kleiderordnung bereit sein, etwas mehr in das Aussehen seiner Mitarbeiter zu investieren. Gute Beispiele dafür gibt es hier.

Mehr Erfolg mit der richtigen Kleidung

Bei allen Vorgaben sollte jedoch eines nicht vergessen werden: Individualität. Wer es einmal zu etwas bringen will, muss natürlich auffallen. Dies geschieht nur selten, wenn die Regeln des Unternehmens stets beachtet werden. Mit dem Stilbruch sollte man sich aber zumindest in der Anfangszeit noch hüten.

Individualität kann das große Plus sein im Kampf um begehrte Aufstiegschancen. Nicht umsonst belegen Studien, dass gut aussehende und gekleidete Menschen im Beruf erfolgreicher sind. Auch weil ihnen das so notwendige Selbstvertrauen anhaftet.

Bild: doug ellis, flickr.com

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