Hyaluron-Creme im Check – darauf gilt es beim Kauf zu achte

Hyaluron-CremeDie Deutschen, darunter vor allem Frauen, geben jährlich sechs Milliarden Euro für Pflegeprodukte aus. In Deutschland lässt sich mit der Vermarktung von Pflege- und Beautyprodukten demnach viel Geld verdienen. Ganz vorne auf der Liste der beliebtesten Schönheitsmittel stehen Hyaluron-Cremes. Die Hersteller versprechen eine glattere und straffere Haut und das auch ohne Botox und Nadel, nur durch das Auftragen der Creme auf die Haut. Aber funktioniert das wirklich? Und was sollte beim Kauf beachtet werden?

Wunderwaffe Hyaluronsäure

Das Wundermittel, um das es bei den meisten hautstraffenden Cremes eigentlich geht, nennt sich Hyaluronsäure, eine Substanz, die im menschlichen Organismus ganz natürlich vorzufinden ist – zumindest bis zu einem bestimmten Alter.

Hyaluronsäure befindet sich zwischen den Schichten der menschlichen Haut. Präzise gesagt ist die Haut in drei Schichten unterteilt. Zwischen der Oberhaut und der Lederhaut ist Hyaluronsäure gebunden. Diese Säure hat eine ganz spezielle Eigenschaft: Sie bindet Wasser. Durch diesen Prozess entsteht ein glattes und sehr straffes Hautbild.

Das Problem hierbei: Mit fortschreitendem Alter geht immer mehr der Hyaluronsäure verloren und wird vom Körper nicht neu produziert. Es entstehen die unbeliebten Schönheitsmakel, die Falten. Wie es auf der Hand liegt, sollen Hyaluron-Cremes die Haut wieder mit neuer Hyaluronsäure versorgen, um die Haut zu straffen.

Kann Hyaluronsäure wirklich helfen?

Das große Problem der bisher auf den Markt verfügbaren Produkte war der simple Umstand, dass die Hyaluronsäure durch simples Auftragen auf die Haut gar nicht bis dorthin vordringen konnte, wo sie eigentlich gebraucht wird. Der natürliche Schutzmechanismus der Haut hat dies verhindert. Zwar propagieren Hersteller neuerdings, dass ihre Produkte tatsächlich bis zum Raum zwischen Oberhaut und Lederhaut vordringen, wissenschaftliche Nachweise fehlen aber bisher.

Dies bedeutet allerdings nicht, dass die Cremes nicht wirken. Verschiedenste Untersuchungen, wie beispielsweise an der Universität München, konnten zumindest belegen, dass Hyaluron-Cremes das Faltenbild um teils bis zu 30 Prozent verbessern können. Allerdings gilt dies lediglich für kleinere Fältchen. Große Einschnitte an der Haut, beispielsweise an der Stirn, können mit Cremes nicht bekämpft werden.

Teurere Produkte wirken in der Regel übrigens tatsächlich besser als günstige Beauty-Produkte. Beim Kauf sollte vor allem auf mögliche Nebenwirkungen und einen großen Anteil an Vitamin A geachtet werden.

Welche Alternativen gibt es?

Wer sich nicht zwangsweise zum Schönheits-Chirurgen begeben möchte und die Behandlung mit Botox kategorisch ablehnt, aber dennoch etwas gegen sein alterndes Hautbild unternehmen möchte, der findet ebenfalls in der Beauty-Abteilung Hilfe.

Denn viele Cremes können Falten reduzieren. Vor allem Mittel, die Vitamin A vorweisen, können auf lange Sicht sichtbare Wunder erzielen. Ansonsten bleiben lediglich die üblichen Behandlungsmethoden:

  • Botox- oder Hyaluron-Injektion
  • Laser-Behandlung
  • Facelifting
  • Gesichtspeeling

Viele Möglichkeiten lässt der menschliche Körper also nicht zu, um gegen Falten vorzugehen. Die beste Möglichkeit bleibt jedoch, sein Altern ganz einfach würdevoll zu akzeptieren.

Bild: sunshinecity, flickr.com

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *