Mittel gegen Falten

Jeder Mensch, der allmählich in die Jahre kommt, hat dasselbe Problem: Falten. Kein anderer Körperteil zeigt Betrachtern so zuverlässig, wie alt ein Mensch ist. Auch wenn dies ein ganz natürlicher Prozess ist, die Jugend gilt noch immer als Ausdruck von Kraft und Vitalität, weswegen viele versuchen, ihr natürliches Hautbild etwas aufzufrischen. Und dies kann beim Einsatz der richtigen Mittel auch durchaus gelingen.

Das Geschäft mit den Kosmetika

Das Jungbleiben bzw. junge Aussehen ist mittlerweile für viele Unternehmen zu einem lukrativen Geschäftsmodell geworden. Dies belegen auch aktuelle Zahlen. Laut Aussagen des VKE Kosmetikverbandes gaben Menschen hierzulande über 200 Millionen Euro für Anti-Aging-Produkte aus – und das alleine im Jahr 2014. Doch helfen die Cremes und Salben wirklich?

Kommt ganz darauf a138380162_89e418c7cc_zn. Zumindest sind die Anbieter solcher Kosmetika seit dem Jahr 2013 verpflichtet, entsprechende Werbeaussagen durch Studien zu belegen. Dies fordert eine EU-Verordnung seit dem vorvorletzten Sommer. Behauptungen, die nicht durch entsprechende Belege nachgewiesen werden können, dürfen in der Werbung nicht mehr getätigt werden.

Um auch ein gewisses Maß an Zuverlässigkeit in den Studien zu erzielen, werden diese doppelblind durchgeführt. Denn in den Testreihen wissen weder die Probanden, noch die Forscher, wer nun mit welchem Pflegemittel behandelt worden ist. Im sogenannten Primosverfahren können die Wissenschaftler die Haut eines Probanden millimetergenau untersuchen und nehmen dabei auch die kleinsten Strukturveränderungen wahr. Schummeln funktioniert also nicht.

So altert die Haut

Warum sieht Haut eigentlich jung aus? Ältere Haut erscheint faltig und rau. Zurückzuführen ist dies auf einen Elastizitätsverlust, der punktgenau mit dem 25. Lebensjahr beginnt. Ab diesem Zeitpunkt wird die Haut dünner, es entstehen Altersflecken und Pigmentverschiebungen treten ein.

Damit Anti-Aging-Produkte wirken können, müssen sie also buchstäblich tief unter die Haut gehen. Die Haut besteht aus drei Schichten:

  • Oberhaut (Epidermis)
  • Lederhaut (Dermis)
  • Unterhaut (Subcutis)

Die unterschiedlichen Hautschichten besitzen verschieden Elastin- und Kollagen-Fasern, die mit zunehmendem Alter zerstört werden und weniger Feuchtigkeit speichern. Je älter der Mensch, desto schwieriger wird es, die zerstörten Fasern zu regenerieren. Durch Rauchen oder häufiges Sonnenbaden wird dieser Prozess sogar noch beschleunigt, doch gibt es auch Mittel und Wege, das Altern zu verzögern.

So sieht die Haut wie neu aus

Vor allem Vitamin A bzw. Vitamin-A-Säure hilft bei der Hautverjüngung und der Wiederherstellung zerstörter Hautfasern. Auch Vitamin C und bestimmte Eiweiße können positiv auf das Hautbild wirken. Leider ist beispielsweise Vitamin A verschreibungspflichtig, weswegen viele Hersteller sich genötigt fühlen, Ersatzstoffe zu verwenden, wie beispielsweise Retinol.

Doch das Problem liegt ganz woanders, denn die Haut bildet einen permanenten Schutzpanzer, damit das Innere vor mechanischer Einwirkung und vor Pilzen oder Bakterien geschützt ist. Durch diesen Schutz dringen auch Cremes und Salben nur schwierig durch die Haut, weswegen Kosmetika nur begrenzte Wirksamkeit erzielen können.

Chirurgische Eingriffe können helfen

Forscher aus der Kosmetikindustrie arbeiten intensiv daran, Mittel und Wege zu finden, wie die Hautwachstumsfaktoren auf anderen Wegen stimuliert werden können. Derzeit besteht aber auch noch die Möglichkeit, Hautfalten einfach „wegzuspritzen“. Botox, eigentlich Botulinumtoxin, ist ein probates Mittel, um das Hautbild zu glätten.

Dabei gilt es zu bedenken, dass auch Botox nur eine begrenzte Wirksamkeit besitzt. Circa fünf Monate hält die Wirkung an, bevor sich Hautfalten wieder zu erkennen geben. Jedoch ist auch eine regelmäßige Botox-Therapie denkbar, zu der sich jeder aber individuell beim Arzt seines Vertrauens beraten lassen sollte. Mehr Infos zu Botox gibt es in diesem Artikel entdeckt auf info-plastische-chirurgie.de.

Bild: Brittney Bush Bollay, flickr.com

 

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